Organspendeausweis, Foto: Charité

Vorbereitung einer Lungentransplantation

Bei der Lungentransplantation wird einem Patienten die gesunde Lunge eines hirntoten Spenders verpflanzt. Dieser Eingriff wird notwendig bei Patientinnen und Patienten mit äußerst schweren Lungenerkrankungen oder Lungenversagen.

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Informationen zur Lungentransplantation

Die Lungentransplantation ist ein höchst anspruchsvolles Verfahren des Organersatzes, das einigen Patientinnen und Patienten im Falle des Lungenversagens eine Lebensperspektive ermöglicht. Geeignet dafür sind Patientinnen und Patienten, bei denen die Lungenkrankheit lebensbedrohlich ist, jedoch alle anderen Organe normal funktionieren.

Bei Krebserkrankungen und akuten Infektionen ist eine Lungentransplantation nicht möglich.

In der Spezialsprechstunde (Prof. Dr. med. Christian Witt, Gutachter bei Eurotransplant) wird in einem Gespräch und anhand der Vorbefunde des Patienten versucht zu beantworten, ob eine Lungentransplantation notwendig ist, und wie dringend der Eingriff wäre.

Allgemeine Hinweise

Die Vorbereitung der Transplantation bis hin zur Anmeldung bei Eurotransplant erfordert höchste Sorgfalt und einige Wochen Zeit. Während der Wartezeit auf ein Spenderorgan, die meist einige Monate dauert, wird der Patient regelmäßig im Transplantationszentrum untersucht.

Die Dringlichkeit zur Lungentransplantation ergibt sich aus:

  • der Schwere der Krankheit und der Gefahr des fortschreitenden Organversagens einerseits
  • den Erfolgsaussichten der Transplantation

Die Erfolgsaussichten vermindern sich mit zunehmendem Alter und Anzahl der Begleitkrankheiten.

Entsprechend den Richtlinien von Eurotransplant und zur Wahrung der Organ-Vergabe-Gerechtigkeit unter den Transplantationskandidaten wird eine Punktzahl im LAS (Lung Allocation Score) ermittelt. Die maximale Punktzahl beträgt 100. Patienten mit der höchsten Punktzahl werden bevorzugt versorgt. Die Korrektheit der Punktevergabe wird von der Ständigen Kommission für Organtransplantation der Bundesärztekammer überwacht.

In Deutschland werden pro Jahr über 300 Lungentransplantationen durchgeführt, in Berlin werden Lungen am Deutschen Herzzentrum Berlin transplantiert. Im Fall eines komplikationslosen postoperativen Verlaufs und optimaler Rehabilitation können die Patienten nach sechs bis sieben Wochen nach Hause entlassen werden.

Das neue Leben mit dem transplantierten Organ und den vielen Medikamenten gegen die Abstoßung des Transplantats muss vom Patienten und seinen Angehörigen erst gemeistert werden. Der optimale Erfolg benötigt Disziplin, Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Flexibilität - das Optimum an Lebensqulität stellt sich erst nach mehreren Monaten ein.

Hinweis für Patienten und Patientinnen:

  • Informieren Sie sich bitte im Vorfeld und kommen Sie vorbereitet in die Sprechstunde – mit konkreten Fragen und vollständigen Unterlagen.
  • Besorgen Sie sich bitte einen Organspendeausweis.

Weitere Informationen zu Organtransplantationen sind zu finden auf der Seite der Deutschen Stiftung Organtransplantation und der Organspende Informationsseite.

Weitere Informationen, wie man Organspender werden kann, gibt es auf der Seite der Jungen Helden.

Des Weiteren können Sie den Organspendeausweis direkt von unserer Seite herunterladen.

Der Organspendeausweis als Download

Ausweis
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Weitere Informationen zur Organspende und dem Organspendeausweis können Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden.

Die BZgA bietet den Organspendeausweis auch in weiteren Sprachen auf dieser Seite an.