Inhalatoren, Foto: Charité

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

COPD kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für chronic obstructive pulmonary disease, das heißt eine chronische bronchien-verengende Lungenerkrankung.
Leitsymptome einer COPD sind chronischer Husten mit Auswurf und Atemnot bei Belastung.

Die COPD ist die häufigste chronische Atemwegserkrankung, jeder zehnte Deutsche leidet an ihr. Bei neun von zehn Patienten ist langjähriges Rauchen die Ursache der Erkrankung.
Weltweit belegt COPD den 3. Platz bei der Todesursachenstatistik.

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Wie wird eine COPD behandelt?

Die Therapie orientiert sich an der Schwere der Veränderungen in der Lungenfunktion, der Häufigkeit sogenannter Exazerbationen (akute Verschlechterungen der Beschwerden) und der Einschränkungen im Alltag. Die Erkrankung ist nicht heilbar, das Fortschreiten kann durch eine optimale Behandlung jedoch deutlich verlangsamt werden. Deshalb ist es wichtig, die Diagnose frühzeitig zu stellen und den Behandlungsbeginn nicht zu verzögern.

Grundlage der COPD-Behandlung sind nicht-medikamentöse Maßnahmen, die auf der Mitarbeit der Patienten fußen. Am wichtigsten ist es, das Rauchen einzustellen, um den Entzündungsprozess innerhalb der Lungen aufzuhalten. Zusätzlich beugen Maßnahmen wie Atemgymnastik, Lungensport und Patientenschulungen den Beeinträchtigungen im Alltag vor.

Basis der medikamentösen Therapie sind Medikamente, die als Aerosol, feines Pulver oder Sprühnebel eingeatmet werden und somit direkt an den verengten Bronchien wirken. Man unterscheidet zwischen den kurzwirksamen Inhalativa, die eine schnelle, kurzanhaltende Erweiterung der Bronchien bewirken, und den langwirksamen Inhalatoren, die langsamer, jedoch dauerhafter wirken. Ist die Einnahme der langwirksamen Medikamente typischerweise ein- bis zweimal am Tag nötig, werden die kurzwirksamen Sprays in Akutsituationen bei Bedarf eingenommen.

Im Endstadium der Erkrankung kann es aufgrund der Einschränkungen in der Lunge zur dauerhaften Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff kommen. In diesem Fall hilft eine Sauerstoff-Langzeittherapie, welche die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit des Patienten deutlich verbessert.

Im Krankheitsverlauf kann sich ein sogenanntes Lungenemphysem entwickeln, für welches spezielle Therapieverfahren wie die Lungenvolumenreduktion zur Verfügung stehen.