Inhalatoren, Foto: Charité

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Die Lungenerkrankung ist charakterisiert durch:

  • Luftnot, Brustenge, Giemen, Husten in wechselnder Intensität und Häufigkeit
  • Reversible Bronchialobstruktion (Enge der Bronchien) und/oder bronchiale Hyperreagibilität

Ziel der Therapie ist das Erreichen einer guten Kontrolle. Dazu zählen z.B. das Vermeiden nächtlicher Symptome, die Reduktion des Gebrauchs von Notfallspray und inhalativen/oralen Glukokortikoiden und somit die Verbesserung der Lebensqualität.

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Wie wird Asthma behandelt?

Ungefähr 5 % der Asthmapatienten erreichen trotz bestmöglicher inhalativer Therapie keine zufriedenstellende Kontrolle der Erkrankung. Bei dieser Patientengruppe besteht die Möglichkeit, dass Sie von einer zusätzlichen Therapie mit sogenannten Biologika profitieren könnten.

Eine mögliche Option ist Omalizumab, ein monoklonaler Antikörper gegen das körpereigene Immunglobulin E (IgE). Omalizumab bindet das bei allergischem Asthma vermehrt zirkulierende IgE im Körper und kann die Asthmabeschwerden reduzieren. Omalizumab wird als Fertigspritze 2-wöchentlich oder 4-wöchentlich subkutan (unter die Haut) injiziert.

Die andere Option sind monoklonale Antikörper gegen den Botenstoff Interleukin-5 (IL-5). IL-5 fördert die Aktivierung und Reifung der sogenannten Eosinophilen, einer Unterart der Abwehrzellen (Leukozyten). Bei bestimmten Asthmaformen kann eine krankhafte Vermehrung der Eosinophilen die Ursache des Asthmas sein. Erhältlich sind aktuell Mepolizumab, welches einmal im Monat subkutan (unter die Haut) injiziert wird, und Reslizumab, welches einmal im Monat intravenös (in die Vene) injiziert wird.

Bevor eines der möglichen Biologika verabreicht werden kann muss geprüft werden, ob alle Kriterien für eine Therapie erfüllt sind.