Wetterstation, Foto: Charité

Stadtklima und Hitzestress

In diesem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Verbundprojekt wurde untersucht, wie sich Hitzestress auf den Gesundheitszustand von Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten (COPD) auswirkt.

Als Anpassungsstrategie an den globalen Klimawandel wurden Patientenzimmer mit Kühldecken ausgestattet. Es wurde untersucht, ob eine konstante Raumtemperatur von 23°C positiv für die Genesung von stationär aufgenommenen COPD-Patienten ist.

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Urban climate and heat stress in mid-latitude cities in view of climate change (DFG Forschergruppe 1736, UCaHS)

Innerhalb des UCaHS-Projektes war der Arbeitsbereich Ambulante Pneumologie für das Forschungsmodul "Medizinische Vulnerabilität" zuständig. Ein Ziel dieses Moduls war die Suche nach Eigenschaften, anhand derer eine verstärkte Anfälligkeit von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) bezüglich hitzebedingter Krankheitsexazerbationen erkennbar sein kann. Dazu wurden sozio-demographische und körperliche Eigenschaften von Patienten analysiert, die während sommerlicher Hitzewellen wegen einer akuten Verschlechterung ihrer Lungenerkrankung in ein Krankenhaus eingewiesen wurden.

Um den Einfluss von Hitzestress auf den Krankenhausaufenthalt zu evaluieren, wurden zwei Patientenzimmer mittels konvektionsfreier Kühldecken klimatisiert. In einer prospektiven randomisierten klinischen Studie (DRKS-ID: DRKS00004931) wurden stationär aufgenommene Patienten entweder in einem der klimatisierten Zimmer oder in einem konventionellen Patientenzimmer untergebracht. Damit wurde untersucht, ob durch die Klimatisierung der Krankenzimmer die Genesung der Patienten beschleunigt werden kann. Es wurde analysiert, ob sich Krankheitsverlauf und Liegedauer durch eine konstante Temperatur von 23°C positiv beeinflussen lassen.

Weitere Informationen zum UCaHS-Projekt können Sie auf der UCaHS-Seite finden.